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Sep. 14, 2022
Weißbuch

Erweiterung der Krankenhauskapazität: Entlasslounges als Instrument zur Verbesserung des Patientenfluss

Verspäteter Zugang zu einem stationären Bett kann weitreichende Folgen für die klinische Versorgung haben. Wenn Patientinnen und Patienten nach einem Eingriff oder während der Aufnahmephase über längere Zeit ein Bett in der Notaufnahme belegen, blockiert dies wertvolle Kapazitäten und führt zu einer Unterbringung unter nicht geeigneten Bedingungen. Die Folge: Überbelegung, verlängerte Wartezeiten und ein erhöhtes Risiko für sicherheitsrelevante Zwischenfälle.

Ein bewährter Ansatz, um diesen Herausforderungen gezielt zu begegnen, ist der Einsatz von Entlasslounges. Diese bieten Patientinnen und Patienten, die medizinisch bereits entlassen wurden, aber noch auf den Heimtransport, die Angehörigen oder den Arztbrief warten, einen komfortablen Aufenthaltsbereich außerhalb des stationären Versorgungsbereichs. So werden stationäre Betten schneller wieder verfügbar – ohne Kompromisse bei der Versorgungsqualität.

Zahlreiche Kliniken und Gesundheitseinrichtungen haben mit dem Modell Entlasslounge bereits positive Erfahrungen gesammelt. Zwar ist das Konzept nicht universell einsetzbar, doch dort, wo es strukturell passt, trägt es signifikant zur Entlastung des Systems bei:

  • Freisetzung belegter Betten und zügigere Wiederbelegung
  • Reduktion von Rückstaus im Aufnahmeprozess
  • Verbesserung des Gesamtablaufs entlang des klinischen Behandlungspfads

Auch wenn flächendeckende Daten noch fehlen, gilt: Entlasslounges sind ein vielversprechender Baustein, um die Gesamtkapazität im Krankenhausbetrieb effizienter zu nutzen – und gleichzeitig den Patientenfluss spürbar zu verbessern.