Kapazitäten schaffen – Mit verbessertem Patientenfluss Versorgung sichern. UAB Medicine etabliert ein zentrales Koordinierungszentrum zur Steuerung von Nachfrage und Versorgung.
UAB Medicine ist mit 1.157 Betten eines der führenden akademischen medizinischen Zentren in den USA und das einzige vom American College of Surgeons (ACS) anerkannte Trauma- und Verbrennungszentrum der Stufe 1 im Bundesstaat Alabama. Die Einrichtung bewältigt jährlich rund 50.000 stationäre Aufnahmen, betreibt 57 OP-Säle mit bis zu 130 Eingriffen täglich und versorgt durchschnittlich 300 Notfallpatienten pro Tag. Darüber hinaus fungiert UAB als zentrale Klinik für gesundheitliche Grundsicherung – 35 % der Patienten sind nicht versichert.

Die hohe Auslastung brachte das System an seine Grenzen: In 60 % der Zeit musste das Krankenhaus Patientenanfragen aufgrund mangelnder Kapazitäten ablehnen. Die durchschnittliche Wartezeit für ein stationäres Bett lag bei bis zu 210 Minuten. Lediglich 15 % der Entlassungen wurden vor 12 Uhr angeordnet – und mehr als 30 % der internen Verlegungsanfragen wurden abgewiesen.
„Wir mussten handeln, um die Versorgungssicherheit im Bundesstaat Alabama aufrechtzuerhalten. Unsere Türen waren an mehr als der Hälfte aller Tage faktisch geschlossen“, erklärt Brittany Lindsey, Direktorin für Patientenfluss bei UAB Medicine. „Unsere Pflegedienstleitung übernahm die Leitung eines strategischen Transformationsprozesses, der auf eine zentrale Steuerung des Patientenflusses ausgerichtet war.“
Im Zentrum der Neuausrichtung stand die Einrichtung eines zentralen Koordinierungszentrums – ein Ort, an dem klinische, administrative und operative Daten in Echtzeit zusammenlaufen. Für die Umsetzung wurde ein interdisziplinäres Team aufgebaut, das aus einem Supervisor für den Patientenfluss (Verantwortung für die tägliche operative Steuerung), einem Koordinator für die Patientenaufnahme, einem Ressourcencoordinator für die Pflegeeinsätze, einer klinisch erfahrenen Pflegefachkraft sowie einem Lean-Analysten für Datenanalyse und Prozessmanagement bestand.
Drei bewährte Prinzipien bildeten die Grundlage für den Aufbau des Zentrums
- Die Einbindung der Führungsebene ist entscheidend. Unsere Pflegedienstleitung leitet unsere Betten-Huddles und setzte klare Erwartungen. Die Partnerschaft mit unserem medizinischen Leiter und den stellvertretenden medizinischen Leitern war von zentraler Bedeutung.
- Ein wichtiger Punkt ist die Rechenschaftspflicht: Es ist sicherzustellen, dass alle Ziele im Zusammenhang mit dem Patientenfluss haben und dass sie Anreize erhalten, diese Ziele zu erreichen.
- Es muss sichergestellt werden, dass Sie über die notwendigen Daten verfügen. Mit TeleTracking haben wir Daten, die uns vorher nicht zur Verfügung standen. Wir geben diese Daten denjenigen in die Hand, die die Menschen zur Rechenschaft ziehen und Veränderungen vorantreiben können.