
Das 1925 von Jared Sidney und Helena Childs Torrance gegründete Torrance Memorial Medical Center ist ein gemeinnütziges Akutkrankenhaus mit 512 Betten. Es bietet den Bewohner der South Bay, der Peninsula und der Harbor-Region in Kalifornien hochwertige Gesundheitsversorgung. Zusätzlich verfügt Torrance Memorial über ein umfassendes Versorgernetzwerk von Ärzten und medizinischen Dienstleistungen, das die gesamte Versorgungskette abdeckt.
Im Jahr 2018 schloss sich Torrance Memorial mit dem Cedars-Sinai Medical Center unter dem Dach des Cedars-Sinai Health System zusammen, um den Zugang zur Versorgung zu verbessern, Prozesse zu optimieren und die Qualität weiter zu steigern. Die Partnerschaft erweitert das klinische Fachwissen in den Bereichen Neurowissenschaften, Onkologie und Kardiologie, insbesondere im Management von Herzinsuffizienz.
Die herausragende Pflegequalität von Torrance Memorial wurde mit der Magnet®-Anerkennung des American Nurses Credentialing Center gewürdigt – einer der höchsten Auszeichnungen für exzellente Pflegeleistungen. Zudem wurde das Krankenhaus von U.S. News & World Report sechs Jahre in Folge (2012–2018) als eines der besten Krankenhäuser in Kalifornien und im Großraum Los Angeles eingestuft.
Herausforderung: Zugang und Kapazitätsmanagement optimieren
Das Team von Torrance Memorial arbeitet auf Grundlage zentraler Werte, die auf Heilung und Genesung ausgerichtet sind – mit dem Ziel, so vielen Patienten wie möglich eine optimale Versorgung zu bieten.
Obwohl eine Mitarbeitergruppe für Patientenfluss und Bettenbelegung bestand, um die Kapazität zu erhöhen, konnten nachhaltige Verbesserungen nicht erreicht werden. Die Gruppe wurde 2013 aufgelöst. Trotz fortgesetzter Bemühungen, Zugang und Durchsatz zu optimieren, fehlte ein effektiver, systematischer Ansatz.
Das größte Problem lag in der Entlassungsplanung: Eine unzureichende Anzahl von Patienten wurde bis 11:00 Uhr morgens entlassen, was zu Verzögerungen in den nachfolgenden Prozessen und ungenutzten Bettenkapazitäten führte. Tatsächlich wurden im April 2017 nur 80 Patienten pro Monat bis 11:00 Uhr entlassen.

Lösung: Implementierung eines strukturierten Patientenflussprogramms
Die Krankenhausleitung erkannte, dass eine strategische Neuausrichtung erforderlich war – mit einem klaren Fokus auf die Optimierung des Patientenflusses.
Schritt 1: Strategische Verankerung
- Unterstützung durch den klinischen Direktor und die Pflegedienstleitung
- Bildung eines 15-köpfigen Steuerkreises und einer 15-köpfigen Arbeitsgruppe
Schritt 2: Identifikation von Effizienzpotenzialen
- Eine umfassende Analyse der Betriebsprozesse zeigte, dass die Entlassungsplanung einer der größten Engpässe war.
- Eine Datengestützte Bewertungen bestätigte Optimierungspotenziale.
Schritt 3: Umsetzung mit Best Practices von TeleTracking
Drei zentrale Maßnahmen wurden definiert, die mit der TeleTracking-Roadmap für bewährte Verfahren übereinstimmen:
- Patienten innerhalb von 15 Minuten verlegungsbereit machen
- Reaktionszeit des Reinigungsdienstes auf Reinigungsanfragen innerhalb von 30 Minuten
- Frühe, tägliche Entlassungen bestimmter Patienten bis 11:00 Uhr entlassen
Innerhalb von nur 30 Tagen entwickelte das Team eine umfassende Strategie, die auf folgenden Methoden basierte:
- Lean-Management
- A3-Ansatz (Plan – Do – Check – Act)
- Projektauftrag und -plan zur strukturierten Umsetzung
Der Erfolg dieser Maßnahmen basierte auf einem starken Engagement des Managements, einer hohen Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und einer klaren Fokussierung auf operativer Exzellenz.
Ergebnisse: Kapazitätssteigerung und verbesserte Patientenversorgung
Die Ergebnisses des Projektes waren beeindruckend.
- Steigerung der Patientenentlassungen bis 11:00 Uhr von 80 auf 400 pro Monat
- Reduzierung der durchschnittlichen Verweildauer um 0,5 Tage
- Verbesserung der Patientenzufriedenheit
- Effizienzsteigerung der Abläufe in der gesamten Klinik
Dank der Implementierung eines strukturierten Patientenflussprogramms konnte das Torrance Memorial Medical Center seine Kapazitäten effizienter nutzen, Wartezeiten reduzieren und die Versorgungsqualität nachhaltig verbessern.